Wirtschaften zum Wohle aller

Die Villa Orange erstellt eine Gemeinwohl-Bilanz



Wie würde eine Ökonomie aussehen, in der nicht das Geld, sondern das Gemeinwohl zum obersten Ziel des Wirtschaftens wird? Wie lässt sich die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie im Unternehmen umsetzen? Die Villa Orange stellt sich zusammen mit zwei weiteren BIO HOTELS der Herausforderung, ihr ethisches Handeln zu hinterfragen.


hotel villa orange biohotel engagement teaserWas ist eine Gemeinwohl-Bilanz?

Normalerweise bilanziert ein Unternehmen nach Gewinn und Verlust. Grob gesagt stellt es die Einnahmen den Ausgaben gegenüber. Neben dem Gewinn sind Eigenkapitalquote, Cashflow und Umsatzrentabilität wichtige Kennzahlen. Die Gemeinwohl-Bilanz misst Erfolg nach neuen Maßstäben: Nicht nur der Finanzgewinn ist oberstes Ziel, sondern die Mehrung des Gemeinwohls. In die Gemeinwohl-Bilanz fließen soziale und ökologische Aspekte des Unternehmens ein. Entscheidende Parameter sind Werte wie Menschenwürde, Solidarität und Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit, Transparenz und Mitentscheidung.


hotel villa orange frankfurt gemeinwohlWas wir konkret tun

Für die erste Gemeinwohl-Ökonomie-Bilanz hat die Villa Orange das sogenannte Peer-Group-Verfahren gewählt. Jeder Hotelier schreibt zunächst seinen Gemeinwohl-Bericht, und im Anschluss bewerten sich die Hoteliers gegenseitig. Betrachtet und bewertet werden der Umgang mit den Lieferanten, den Geldgebern, den Mitarbeitern, den Kunden und der Gesellschaft. Ein zertifizierter GWÖ-Berater begleitet die Hoteliers bei diesem Prozess. Der Gemeinwohlbericht mit Testat dokumentiert dann Punkt für Punkt, was das Unternehmen zu jedem speziellen Punkt zum Wohle der Gemeinschaft unternimmt.



„Wirtschaftliches Handeln sollte stets auf gemeinwohlfördernden Werten basieren. Die Bilanzierung macht uns bewusst, wo wir in Sachen Gemeinwohl stehen. Ein spannender Prozess mit kontroversen Fragestellungen, der neue Impulse setzt. An der ein oder anderen Stelle werden wir sicherlich umdenken.“

Christiane Hütte




Über Gemeinwohl-Ökonomie
Das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie wurde vom österreichischen Autor Christian Felber als Vision eines alternativen Wirtschaftssystems entwickelt, das auf gemeinwohlfördernden Werten wie Kooperation und Solidarität statt auf Konkurrenz und Gewinnmaximierung aufgebaut ist. Stattdessen sollen Vertrauen, Verantwortung, Mitgefühl, Teilen und Solidarität gefördert werden. Bislang haben sich 2.000 Unternehmen, darunter auch namhafte wie Sonnentor, Grüne Erde, der Ökostromanbieter Polarstern, die taz, Bioland, die Sparda Bank München und Vaude, 200 Vereine, 20 Gemeinden und mehr als 7.000 Privatpersonen der Bewegung angeschlossen.

Link zur Gemeinwohl-Ökonomie

 

 

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