Warum kostet Bio mehr? 

Zusammenfassung der Podiumsdiskussion vom Verein BIONALES


Immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher kaufen Bio-Lebensmittel und diese soweit möglich sogar aus der unmittelbaren Region. Andererseits hält sich aber die Meinung, dass Bio-Lebensmittel viel teurer als "Konventionelle" sind. Stimmt das, ist Bio nur für die gut Verdienenden erschwinglich? 

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Wieso kostet Bio mehr? Warum uns die konventionelle Landwirtschaft teuer zu stehen kommt und Bio sich für unser aller Zukunft rechnet.

4.11.2021

Rebekka May, Ökolandwirtin Biohof May

Christiane Hütte, Biohotel Villa Orange

Tim Treis, Sprecher des Verband ökologischer Landwirtschaft und Ökolandwirt



Die Zeit rennt uns davon(=> Stichwort Klimawandel)! Wenn wir etwas erreichen wollen, müssen wir schnell handeln, uns noch besser vernetzen und dürfen nicht aufhören, transparent zu kommunizieren - auch wenn die ewigen Preisdiskussionen oft nervig sind. Damit mehr Verbraucher BIO einkaufen und etwas für die Umwelt tun. So lässt sich in aller Kürze das Ergebnis der interessanten und gehaltvollen Diskussion zusammenfassen.



Ein paar Gedanken der Podiumsteilnehmer:

biodiskussion 3

Tim Treis vom VÖL (Vereinigung ökologischer Landbau in Hessen)
stellte klar, dass Bio-Produkte nicht zu teuer, sondern konventionell hergestellte Produkte zu günstig angeboten werden. Er forderte ein Werbeverbot für Nahrungsmittel über den Preis.

Ökolandwirtin Rebekka May
vom Biohof May bekräftigte, dass ihre Arbeit zeitintensiv sei und Tierwohl auch kostet. Bei der Verpackung und Vermarktung geht sie neue Wege.

Christiane Hütte
kann nicht verstehen, dass von den über 240 Hotels in Frankfurt das Biohotel Villa Orange Frankfurt nach wie vor das einzige durchzertifizierte Biohotel sei und es ihres Wissens nach auch keine 100%tigen Bio-Restaurants in Frankfurt gäbe. Hier fehlt es an Bewusstsein und Bio-Wertigkeit unter den Kollegen. Als Bio-Unternehmerin möchte sie Vorbild sein und ihren Gästen zeigen, dass Bio gut schmeckt, gut für die Umwelt ist, es ohne Plastik geht und Bio aber auch schick sein kann. Auch sie sei um 20% teurer als ein konventionelles Hotel in vergleichbarer Kategorie und lasse sich aber nicht auf Preisdumping ein.


Eingeladen hatte der Verein BIONALES - Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.  anlässlich der Veranstaltungsreihe „Wie wir mit Ernährungssouveränität das Klima retten - Lebensmittel aus der Region für die Region und ihr Zukunftspotenzial für uns alle“zusammen mit der Ökomodell-Region Wetteraukreis. Über 40 Teilnehmer nahmen an der Zoom-Diskussion teil und bekräftigten in den Kommentaren, dass die Wertigkeit für Nahrungsmittel allgemein und für BIO-Nahrungsmittel in Deutschland nicht stimme. Alles was teuer ist, ist gut - das gilt fürs Smartphone und fürs Auto, aber nicht für die Grundnahrungsmittel.

Schade eigentlich, finden Sie nicht auch?


Noch ein interessanter Link zum Thema: https://www.boelw.de/.../sind-bio-lebensmittel-teurer/

 

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