Literarischer Salon
FAZ Redakteur Tilman Spreckelsen stellt Mary Shelly „Mathilda“ (eine Wiederentdeckung) vor.
Der nächste Literarische Salon
Freitag, 18. September 2026
20.00 Uhr FAZ Redakteur Tilman Spreckelsen stellt Mary Shelly„Mathilda“ vor. Die Schauspielerin Anna Staab (Theater Willy Praml) liest Passagen aus dem Roman
Mary Shelley, geboren 1797 in London, veröffentlichte neben „Frankenstein“ nochzahlreiche weitere Bücher wie „Der letzte Mensch“, „Streifzüge durch Deutschland undItalien“. 1851 starb sie in London.Die englische Autorin blieb jedoch meist im Schatten ihres berühmten Ehemanns PercyShelley und ihrer noch berühmteren literarischen Figur „Frankenstein“. Als sie 16 Jahre altist, lernt sie den verheirateten Percy Shelly kennen und flieht mit ihm auf den Kontinent. Siebekam vier Kinder, von denen drei noch zu ihren Lebzeiten starben. Der Sohn PercyFlorence überlebte die Eltern.Mary Shelley schrieb mit „Frankenstein" einen wegweisenden Roman der SchwarzenRomantik. Auch in dem nachfolgenden Werk „Mathilda“, das erst 1959 posthum auf Englischveröffentlicht wurde, verarbeitete sie Themen wie Obsession, Empfindsamkeit und dieErhabenheit der Natur. Jetzt erstmals auf Deutsch im Pendragon Verlag.Die junge Mathilda wächst nach dem Tod ihrer Mutter einsam und ohne Zuwendung auf. Erstals ihr Vater aus seinem selbst auferlegten Exil zurückkehrt, wagt sie, auf Glück zu hoffen.Doch nach wenigen gemeinsamen Wochen legt sich ein Schatten über die Beziehung derbeiden, und Mathilda droht in einen noch tieferen Abgrund zu stürzen …Der Roman wird aus der Perspektive von Mathilda geschrieben und ist ein Brief, der als ihr Vermächtnis gilt. Sie schreibt ihre Geschichte sehr emotional auf und erwähnt die engeBeziehung zu ihrem Vater und über das Leben mit ihm. Es ist eine Inzestbeziehung.
Tilman Spreckelsen, geboren in Kronberg, studierte Germanistik und Geschichte. Von 2001bis 2003 war er Redakteur im Literaturblatt der FAZ, danach bis 2016 Redakteur imWissenschaftsressort der FAZ- Sonntagszeitung. Seither wieder Redakteur im Literaturblatt.Zu seinen Werken zählen u.a. die „Krimireihe um den Anwalt Theodor Storm“, „DerMordbrand von Örnjolfsdalur und andere Isländer-Sagas“, „Kalevala: Eine Sage aus demNorden“ und „Otfried Preußler – Ein Leben in Geschichten“. Für seine Bücher wurde er mitzahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Anmeldung bis 15. September mit Klick auf diesen Link direkt beim Organisator Lothar Ruske
Der Eintritt beträgt 15 Euro/20 Euro (inkl. Getränke und Brezel). Organisiert werden die Lesungen vom Komitee des Literarischen Salon:
Lothar Ruske, Eldad Stobezki, Catherine Mundt, Robin Schmerer, Marvin Baudisch und Gastgeberin Christiane Hütte.
Zum Vormerken unsere nächsten Termine:
Oktober entfällt wegen Buchmesse
Rückblick 2026/25
Gäste im Salon waren in diesem Jahr bereits: Bernhard Borovansky vom Braumüller Verlag, eine Buchvorstellung des Feministischen Quartett, Aileen Schneider, Paul Garbulski, Oliver Maria Schmitt und Jürgen Hosemann von S. Fischer Verlag. 2025 stand der Literarische Salon für große Literatur, spannende Kriminalfälle und starke Stimmen der Gegenwart: von Klassikern neu gelesen über gesellschaftlich brisante Romane bis zu kulinarischen Kurzkrimis. Es war wieder ein inspirierendes Jahr voller Gespräche, Perspektiven und Begegnungen. Gäste im Salon waren: Sebastian Guggolz mit Schauspieler Jochen Nix, Florian Wacker, Eske Hicken, Helga Dierichs und Christian Setzepfandt, Michael Quast sowie Eva Rossmann. Herzlichen Dank für die schönen Abende.
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