"Die Villa Orange ist angenehm familiär und trotzdem hochprofessionell"
Die Autorin Eva Rossmann ist ein regelmäßiger Gast im Literarischen Salon
In Ihrer Buchungsbestätigung schrieben Sie spontan: „Die Villa Orange ist einfach meine Lieblingsunterkunft in Frankfurt.“ Warum ist das so?
Die Villa Orange hat einen angenehmen familiären Touch und ist trotzdem hochprofessionell. Beides zusammen macht es aus. Es gibt supernette Hotels, aber wenn das dann nicht professionell ist, dann magst du sie gern, bist aber immer leicht angestrengt.
Dazu kommt die Bio-Ausrichtung des Hauses und natürlich die starke Verbindung zur Literatur.
Ich find’s einfach auch superschön, wenn in einem Zimmer Bücher sind. Ich komme zwar selten zum Lesen, aber es zeigt Wertschätzung für Kultur, für das Lesen, für Offenheit und Neugier. In anderen Hotels sind Bücher Deko-Elemente, nicht in der Villa Orange – hier gehören sie zum Selbstverständnis des Hauses.
Ich bin viel in Hotels und merke schnell, ob etwas „Mache“ ist oder ob jemand wirklich dahintersteht. In der Villa Orange habe ich mich vom ersten Moment an wohlgefühlt. Seit fast 20 Jahren komme ich nun hierher – ich hätte längst gemerkt, wenn etwas aufgesetzt wäre.
Ich habe damals sogar meinem Verlag gesagt: „Ich bleibe dort, auch wenn es über eurer Preisgrenze liegt.“ Ich zahle die Differenz, denn das gönne ich mir, wenn ich in Frankfurt bin – lieber die Villa Orange als eines der „Plastikhotels“. Die Zimmer sind so angenehm, dass man sich auch tagsüber wunderbar zurückziehen kann – ideal für kurze Auszeiten während der Buchmesse.
Auch beim Frühstück stimmt alles: eine sehr gute Auswahl, nicht überbordend, aber hochwertig. Und es ist angenehm ruhig – kein großes Durchschleusen von Massen. Es gibt einen vegetarischen Tag, an dem es keine Wurst und keinen Lachs gibt. Das finde ich eine lustige Idee, wenn auch nicht unbedingt nötig.
Was unterscheidet die Villa Orange von anderen Orten, an denen Sie Lesungen halten?
Die Villa Orange bietet einen konstant schönen Rahmen. Ich kenne Lothar Ruske schon lange über die Frankfurter Buchmesse, und er hat mich dann auch in die Villa Orange eingeladen. Der Literarische Salon ist eine wiederkehrende Veranstaltung, und es kommen Menschen, die sich grundlegend für Literatur interessieren. Das schafft eine besondere, aber auch angenehm fordernde Atmosphäre – ich möchte diesem Publikum etwas bieten.
Der Veranstaltungsraum ist ideal: Sowohl die Größe als auch die Dimension stimmen, dann die Galerie und die Materialien. Nichts wirkt prätentiös, eher so, wie ich vielleicht wohnen würde, hätte ich ein so großes Haus. Alles hat eine unaufgeregte Wertigkeit, die ein gutes Gefühl gibt. Und auch die Akustik ist hervorragend.
Spielt vielleicht Ihr nächster Roman im Hotel? Wäre die Villa Orange ein möglicher Schauplatz?
[lacht] Bei mir weiß man das nie so genau. Im nächsten Buch geht es um die Zukunft der Buchbranche; einige Settings stehen noch nicht fest. Sicher ist: Ein Teil wird auf einer Buchmesse spielen – das wird wohl die Frankfurter Buchmesse sein. Daher schließe ich Frankfurt als Schauplatz nicht aus. Es könnte sich ergeben, zumal auch ein anderes Hotel eine Rolle spielt – dort ist eine Protagonistin Auszubildende, in einem großen Haus am Wörthersee. Der Roman erscheint im Herbst 2026.
Haben Sie einen Tipp, wie wir für Sie noch attraktiver werden könnten?
Ich liebe Häuser, in denen man auch spät abends noch eine Kleinigkeit essen kann – egal ob ein Stück Brot oder eine kleine Brotzeit. Nichts Kompliziertes, nichts Bestelltes, bei dem jemand vom Lieferdienst über den Flur stolpert, sondern etwas Regionales: ein Frankfurter Würstchen, Handkäse, ein bisschen vom Frühstücksbuffet – begleitet von einem Glas Wein. Das wäre echter Luxus, den es fast nirgendwo gibt. Und es müsste nicht jeden Tag sein, nur auf Wunsch.
Wenn Sie das Haus in drei Worten beschreiben sollten – welche wären das?
Drei Kernaussagen:
Angenehm familiär und doch professionell
Bio richtig weit gedacht - der intelligente Umgang mit Umwelt und Ökologie
Bücher, die Raum schaffen für Offenheit und Vielfalt.
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Liebe Frau Rossmann, herzlichen Dank für dieses schöne Feedback. Bis zum nächsten Mal, dann mit Eva-Rossmann-Abendsnack …


